Bezirk Hessen-Süd
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Meldung:

Frankfurt, 05. Dezember 2017
Bezirkskonferenz

Viel Power bei der ASF-Bezirkskonferenz

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen

Auf der Bezirkskonferenz der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Hessen-Süd fanden turnusgemäß die Neuwahlen des Vorstands statt. In ihrem Amt bestätigt wurden Ulli Nissen als ASF-Vorsitzende und Nadine Gersberg als ihre Stellvertreterin. Andrea Gerlach wurde als zweite Stellvertreterin neu gewählt.
Komplettiert wird der Vorstand durch zwei Schriftführerinnen und elf Beisitzerinnen. Mit Blumensträußen wurden Barbara Wagner, Johanna Lotz und mit einem besonderen Dank Rotraut Schäfer verabschiedet, die sich schon seit etwa 30 Jahren für die Gleichstellung von Frauen einsetzt. Alle drei waren nicht mehr angetreten.
Die ASF Bezirkskonferenz nahm mit großer Freude zur Kenntnis, dass in drei Unterbezirken neue ASF Vorstände gegründet wurden – im Vogelsberg, im Rheingau-Taunus Kreis und in Wiesbaden. Die Initiative zur Gründung der Wiesbadener ASF, entstand auch aus Verärgerung darüber, dass im hauptamtlichen Magistrat in Wiesbaden – auch unter SPD Beteiligung - keine einzige Frau vertreten ist.
Als jüngste in der Runde der ASF Unterbezirksvorsitzenden wurde die Zwanzigjährige Annika Niemeyer aus dem Main-Kinzig-Kreis herzlich begrüßt.
Das Thema der Konferenz war „Frauen und Care-/Pflegeberufe“. In einer munteren, konstruktiven Debatte nach den Impulsreferaten von der Gesundheitspolitikerin Bettina Müller, MdB und Georg Schulze-Ziehaus, Fachbereichsleiter von ver.di, wurde auf die dramatische Situation im Pflegebereich hingewiesen und dringendes Handeln der Politik angemahnt. Unter anderem müssen die Betreuungsschlüssel für die zu Pflegenden angehoben werden und eine deutliche Verbesserung der Vergütung der Beschäftigten muss angestrebt werden. Dies sind auch Maßnahmen, um den Berufseinstieg attraktiver zu machen. Ein großes Problem bisher war, dass zu wenige Menschen die Ausbildung in Pflegeberufe anstreben.
Viele der Anträge der Konferenz, die jeweils mit großen Mehrheiten, angenommen wurden, beschäftigten sich mit Veränderungen in der Parteiarbeit. Dabei wurde insbesondere auf unser Motto „Die SPD muss weiblicher werden“ geachtet.
Unter anderem wurde im Antrag „Geschlechtergerechte Sitzungsleitung“ des ASF-Bezirksvorstands gefordert, eine Veränderung in den Geschäftsordnungen für Versammlungen vorzunehmen. Dies bedeutet nicht nur, dass Frauen und Männer in der Redeliste sich ablösen, sondern auch dass Genoss

  • innen bevorzugt aufgerufen werden, die bisher noch nicht geredet haben.
    Auch geschlechtergerechte Sprache kann dazu beitragen, dass die SPD weiblicher wird. Für die Gleichstellung aller Geschlechter in allen Bereichen ist die Sprache sehr wichtig. Auch in der SPD erleben wir immer wieder, dass die Sprache männlich geprägt ist. Häufig wird zum Beispiel der Begriff „Rednerliste“ genutzt, bessere und kürzere Alternative wäre Redeliste. Für viele Begriffe, gibt es geschlechtsunabhängige Alternativen: Zum Beispiel anstatt Studentin/Student besser Studierende und anstatt Fachfrau/Fachmann besser Fachkraft. Die ASF Bezirkskonferenz fordert den SPD Parteivorstand auf, eine Vorschlagsliste für geschlechtergerechte Sprache erarbeiten zu lassen und diese dann den Gremien vorzulegen.
    Im nächsten Jahr will der ASF-Bezirksvorstand neben den Feiern zu 100 Jahre Frauenwahlrecht und 30 Jahre Quotenbeschluss eine Neumitgliederveranstaltung nur für Frauen ausrichten.
    Ulli Nissen

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