Jugendarbeit stärken, Wachsam sein und Vernetzen – Hessen-Süd entwickelt Strategien gegen Rechtsextremismus bei Jugendlichen

Was Kommunen frühzeitig gegen den sich verstärkenden Rechtsextremismus machen können, war Thema der Fachtagung „Jugend und Rechtsextremismus“ des SPD-Bezirks Hessen-Süd am 26. April in Frankfurt. Rund 50 Teilnehmerinnen aus Kommunalpolitik und Jugendarbeit waren gekommen, um sich über die Strategien der rechtsextremistischen Gruppen zu informieren und Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

Wir müssen rechtsextreme Tendenzen frühzeitig erkennen, Jugendliche aufklären und die Kräfte der Jugendarbeit besser fördern und qualifizieren“, fasst Ansgar Dittmar (SPD-Bezirksvorstand und Leiter der Projektgruppe Kommunale Jugendpolitik) die Ergebnisse zusammen.

In einer Abschlussresolution fordert die SPD Hessen-Süd, die Jugendarbeit zu stärken, Gruppenleiter und Lehrer regelmäßig fortzubilden, eine Kultur des Hinsehens zu entwickeln und eine gute Vernetzung von Parteien, Verwaltung und der Jugendarbeit vor Ort zu sicherzustellen. Referenten waren Prof. Benno Hafeneger (Universität Marburg), Franziska Naundorf-Frerichs (Hessischer Jugendring) und Ernst Richter (DGB). Mit der Fachtagung reagiert die SPD auf die veränderten Strategie der rechtsextremen Gruppen, mit Freizeitangeboten und Musik („Schulhof-CDs“) im Alltag von Jugendlichen auf zu sich aufmerksam zu machen und sie für sich zu gewinnen. „Wir müssen diejenigen schulen, die mit Jugendlichen in ständigen Kontakt stehen. Sie müssen aber auch die Codes und die Musik kennen, um zu wissen, was passiert, damit sie rechtzeitig eingreifen können, bevor die Jugendlichen in den braunen Sumpf abgleiten“, erklärt Dittmar die Zielsetzung der Veranstaltung und der Resolution. Organisiert wurde die Tagung von der Projektgruppe Kommunale Jugendpolitik des SPD Bezirks Hessen-Süd.

Ansprechpartner: Ansgar Dittmar, Tel: 0 61 51-1 53 69-0; Mobil 01 71-8 37 85 26