Studiengebühren jetzt bundesweit abschaffen

Portraitfoto von Michael Siebel

Für eine bundesweite Abschaffung der Studiengebühren sprach sich am Wochenende der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Bezirks Hessen Süd, Michael Siebel, aus. „Die Bildungsstreiks im Land zeigen, dass ein deutlicher Kurswechsel notwendig ist. Dazu gehören eine Entrümpelung der Studiengänge und eine deutliche Verbesserung der finanziellen Situation der Studierenden. Studiengebühren haben sich als der falsche Weg erwiesen“, sagte Siebel nach der Sitzung des Bezirksvorstands am Freitag.

Es sei die richtige Richtung, wenn die Bildungsminister der Länder beschlossen hätten, den Bachelor auch auf acht Semester anlegen zu können. Damit würde wieder die Qualität der alten Diplomstudiengänge herstellbar. Es müsse aber auch sichergestellt werden, dass jeder Bachelor-Absolvent ein Masterstudium beginnen könne.

Es sei richtig, jetzt das BaFöG um 2 Prozent anzuheben, wie es die Kanzlerin angekündigt habe. Es sei aber auch richtig, Studiengebühren jetzt in allen Ländern abzuschaffen. Eine Gestaltungsmehrheit aus SPD, Grünen und der Linkspartei hatte im vergangenen Jahr in Hessen die Abschaffung der Studiengebühren durchgesetzt. Das Ergebnis: viel mehr Studierenden wollen studieren, mehr Arbeiterkinder und mehr Frauen wollen an hessische Hochschulen. „Dies ist das gewünschte Ergebnis für ein Land, dass sich als Bildungsland und als Hochtechnologieland bezeichnet. Unser hessischer Weg hat uns Recht gegeben“, so Siebel abschließend.