Attraktiver für Einwanderer werden und deren Belange besser vertreten

Rund 23 Prozent aller Hessen haben einen Migrationshintergrund. In den südhessischen Großstädten Offenbach (25 Prozent), Frankfurt (22,5 Prozent), Hanau (20,5 Prozent) und Wiesbaden (18 Prozent) sowie bei Jüngeren ist der Anteil noch höher. Bei Hessens Schülerinnen und Schülern beträgt der Anteil 32 Prozent. „Hier liegt eine große Herausforderung für die Politik. Die multiethnische und multikulturelle Gesellschaft ist bei uns Realität“, erklärte Uta Zapf, Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Bezirksvorstands Hessen-Süd.

„Die Integration von Eingewanderten ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben, besonders bei der Gestaltung unserer Städte“, unterstrich Turgut Yüksel, Mitglied der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung und ebenfalls Vorstandmitglied. Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe seien die zentralen Ziele der SPD. „Wir treten dafür ein, dass Menschen mit unterschiedlicher Herkunft eine gemeinsame Zukunft bei uns und mit uns aufbauen können,“ so Yüksel weiter.

Die SPD will aber auch selbst attraktiver für Einwanderer werden und blickt auf die eigene Organisationsstruktur. Sie will ihre eigene interkulturelle Öffnung vorantreiben, um die Belange vom Einwanderern besser vertreten zu können: Migranten sollen besser in allen Vorständen der Gliederungen vertreten sein, der Nachwuchs gezielt gefördert werden. „Bei der Kommunalwahl 2011 sollen mehr Migrantinnen und Migranten auf SPD-Kandidatenlisten stehen“, kündigte Uta Zapf an. Auch bei der Programmentwicklung werde der Bezirk die SPD-Gliederungen unterstützen.

Um die Ziele umzusetzen, hat der Bezirk Hessen-Süd den Arbeitskreis „Migration und Integration“ neu aufgestellt. Er wird von Uta Zapf und Turgut Yüksel geleitet. Bei der konstituierenden Sitzung waren 35 Mitglieder anwesend. Erste Schritte des Arbeitskreises sind die Ansprache der eigenen Mitglieder mit Migrationshintergrund sowie die Verbesserung der Zusammenarbeit mit Fachkräften der Verwaltung, Kirchen, Gewerkschaften und Migrantenverbänden. Gemeinsam mit Verantwortlichen in der Kommunalpolitik sind Workshops und eine Fachkonferenz geplant. In allen Unterbezirken soll es zukünftig einen Migrations- und Integrationsbeauftragten oder einen eigenen Arbeitskreis geben.

Weitere Informationen beim SPD-Bezirk Hessen-Süd, Karlheinz Pfaff, Tel. 0 69-29 98 88-100