Öko-Energie-Plus

Die SPD in Hofheim im Taunus setzt sich für erneuerbare Energien ein und will so die Energiewende voranbringen. Wichtig ist ihr dabei, die Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen. Wir haben mit Wilfried Hölzer vom SPD-Arbeitskreis "Öko-Energie-PLUS" gesprochen.

Sozialdemokrat: Warum habt ihr das Programm entwickelt?
Wilfried Hölzer: Um die Energiewende konkret und zügig bei uns im Ort voranzubringen. Schon immer hatten viele Genossinnen und Genossen bei uns ein Interesse an dem Thema. Auch gab es recht früh zwei Bürger-Solar-Anlagen und gute Erfahrungen mit Solarthermie-Anlagen, dazu ein Solarfachbetrieb. Auch der Nachhaltigkeits-Index-Hofheim hat Anregungen und Hinweise zum Thema gegeben. Kurzum: Viele gute Ausgangspunkte, um diese Arbeitsgruppe Öko-Energie-Plus zu bilden und aktiv zu werden.

Sozialdemokrat: Was ist das Besondere?
Wilfried: Wir beziehen viele Bürgerinnen und Bürger in Hofheim ein, das ist für uns ein ganz wichtiger Punkt, gerade zum Start der vielen Aktivitäten. Das 10-Punkte-Programm wurde von einer Arbeitsgruppe vorbereitet und auf einer Mitgliederversammlung beschlossen. Dies gilt aber auch für unseren Ansatz der Bürgerbeteiligung, der großen Zuspruch fand.

Sozialdemokrat: Gibt es schon vorzeigbare Erfolge?
Wilfried: Es geht schrittweise voran. Besonders positiv finden wir, dass derzeit sehr aktiv in der Stadtverordnetenversammlung die Re-Kommunalisierung des Stromnetzes angegangen wird und dies von allen Parteien in Hofheim gestützt wird. Machbarkeits-Studien für weitere Solar-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden werden beraten, auch Elektro-Mobilität wird erprobt. Auch die energetische Sanierung im sozialen Wohnungsbau ist ein ganz aktuelles Thema.

Sozialdemokrat: Wie hat die Bevölkerung reagiert?
Wilfried: Wir hatten zu Beginn eine umfangreiche Presse-Berichterstattung und haben Info-Stände gemacht. Diese Info-Arbeit muss fortgeführt werden. Vielen Bürgerinnen und Bürgern ist noch nicht so bekannt, dass auch mit überschaubaren Finanzmitteln recht viel und schnell etwas für die Umwelt und für den eigenen Geldbeutel getan werden kann. In persönlichen Gesprächen mit anderen Parteien und der Verwaltung war durchweg Zustimmung und Anerkennung zu vernehmen.

Sozialdemokrat: Was sind die nächsten konkreten Schritte?
Wilfried: Das nächste wichtige Ziel ist die Einrichtung des Energieausschusses, der wohl in Form des "Energie-Forums-Hofheim" bald auf den parlamentarischen Weg gebracht wird. Er wird mit Vertretern der Stadtverwaltung, Vereinen, Wirtschaft, Verbänden und Politik besetzt sein und auch Wissenschaftler einbeziehen. Wir werden mit der SPD am 1. Tag der Nachhaltigkeit in Hessen nochmals viel Aufklärungsarbeit machen.

Sozialdemokrat: Was können andere Ortsvereine von euch lernen?
Wilfried: Rezepte anzudienen ist schwer. Ein erster Ansatz wäre, sich das 10-Punkte-Programm mal gemeinsam anzuschauen und zu diskutieren, ob das eine oder andere auch passen würde. Es bedarf des Interesses und der Bereitschaft dieses komplexe und komplizierte Thema strukturiert und mit der notwendigen Ausdauer anzugehen, Stichwort: Re-Kommunalisierung. Aber es lohnt sich. Global denken und lokal handeln ist ein SPD-Prinzip. Gerade in Hessen ist die Energiewende ein zentrales Politikfeld.

Sozialdemokrat: Was versprecht ihr euch für die Kommunalwahl 2011?
Wilfried: Öko-Energie ist ein Teil des Umweltschutzes und des Themas Arbeit und Umwelt. Wir versprechen uns in Hofheim bei der Kommunalwahl 2011 ein starkes Plus: Bei der Öko-Energie und ganz besonders bei den Stimmen für die SPD.