AGS fordert bessere Anerkennung von Bildungsabschlüssen

Die Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen in der SPD (AGS) fordert die zuständigen Stellen bei Bund und Ländern auf, eine zügigere und großzügigere Anerkennung ausländischer Schul-, Universitäts- und Berufsabschlüsse zu ermöglichen. Dies wird angesichts des sich immer mehr abzeichnenden Fachkräftemangels in Deutschland als dringend notwenig erachtet.

Davon unabhängig sind deutsche Bildungsinstitutionen, aber auch und gerade die Arbeitgeber nach wie vor in der Pflicht, den benötigten Nachwuchs selbst auszubilden. Potenziale dafür sind insbesondere unter Frauen und jungen Menschen mit Migrationshintergrund vorhanden, so die Analyse des AGS-Bezirksvorstands in Südhessen.

Dennoch wird ein Arbeitskräftemangel bleiben, der nur mit gezielter Steuerung von Zuwanderung ausgeglichen werden kann. Deshalb liegt es nicht im Interesse deutscher Unternehmen, dass z.B. afghanische Ingenieure Taxi fahren oder Russlanddeutsche Lehrerinnen putzen gehen müssen.

Besondere Aktualität gewinnt das Thema angesichts der chaotischen Zustände in den arabischen Staaten des Mittelmeerraums: Ein Zustrom an jungen qualifizierten Menschen, die dem Chaos und der Arbeitslosigkeit in ihrer Heimat entfliehen wollen, ist absehbar. Daher sollte die Bundesrepublik denjenigen, die eine abgeschlossene Berufsausbildung und gute Sprachkenntnisse in Deutsch oder Englisch nachweisen können, rasch ein unbürokratisches Angebot machen. Vorhandene Qualifikationen lassen sich z.B. durch Schnelltests vor Ort leicht feststellen. Alles andere wird der Markt hierzulande regeln: falls ein neuer Angestellter während der Probezeit nicht die erwartete Leistung bringt, muss er – oder sie – unverzüglich in seine Heimat zurückkehren. Das gleiche gilt für jeden Zuwanderer, der durch kriminelles oder verfassungsfeindliches Verhalten negativ auffällt.