SPD feiert 100 Jahre Internationaler Frauentag

Zeitreise durch alle Jahrzehnte. Frauenkabarett "Generationenkomplott"

Gut 200 Frauen (und Männer) waren zum 100. Geburtstag des „Internationen Tags des Frauenrechts“ gekommen. Im Frankfurter Zoo-Gesellschaftshaus wurden die Stühle knapp, so dass kurzfristig Klappstühle organisiert werden mussten. Im Mittelpunkt des Abends stand eine gemeinsame politische Zeitreise: Das Frauenkabarett „Generationenkomplott“ bot einen musikalisch-kabarettistischen Rückblick auf 100 Jahre Frauentag. Szenen gab es zu jedem Jahrzehnt. Gastrednerin war Andrea Ypsilanti.

„Wir haben viel erreicht“, bilanzierte Ulli Nissen, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), bei der Begrüßung. „Dennoch – echte Gleichstellung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sieht anders aus.“ Heute gehe es um die Verwirklichung von Chancengleichheit und gleichberechtiger Teilhabe im Erwerbsleben, an politischen Entscheidungsprozessen und gesellschaftlichen Ressourcen. Der Internationale Frauentag hat eine lange Tradition und geht auf die Arbeiterinnenbewegung des 19. Jahrhunderts zurück. Erste entscheidende Momente waren Demonstrationen und Streiks von Textilarbeiterinnen in den USA. 1911 fand dann der erste Internationale Frauentag in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Die politische Forderung war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen. Mehr als eine Million Frauen gingen auf die Straße – eine bis dahin beispielslose Massenbewegung.