Schnelle Einführung der Bürgerversicherung

Der Vorstand der AG 60 Plus. Der Vorsitzende Peter Schöbel (mitte) wurde wiedergewählt.

In Hofheim trafen sich am 7. Mai 101 Delegierte aus den Unterbezirken, um einen neuen Bezirksvorstand zu wählen und wichtige Anträge zu beschließen. In seinem Tätigkeitsbericht fordert der Bezirksvorsitzende Peter Schöbel auf, „die Gegenwart und die Zukunft gemeinsam zu gestalten“.

Die SPD-Senioren forderten, eine Bürgersicherung für alle Menschen einzuführen, unabhängig davon, ob die Personen selbstständig, abhängig oder als Beamte beschäftigt sind. Jeder Bürger müsse in dieser Versicherung gesetzlich krankenversichert werden. Die Bürgerversicherung werde solidarisch finanziert, d. h., jeder muss mit seinem Erwerbseinkommen einen prozentualen Beitrag bezahlen. Sie wird paritätisch finanziert, d.h. Versicherte und Arbeitgeber zahlen den Krankenversicherungsbeitrag je zur Hälfte.

Bei den Anträgen war der Antrag „Öffnung der Altersgrenze“ erfolgreich. Die AG 60 Plus setzt sich dafür ein, die Altersgrenze durchlässiger zu gestalten. Es sei notwendig, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Möglichkeit zu eröffnen, selbst zu entscheiden, ob sie vorzeitig aus Arbeitsleben auszuscheiden oder ob sie über das Erreichen der Altersgrenze hinaus arbeiten wollen. Eine bemerkenswerte Entwicklung zeige außerdem, dass nicht aller Menschen im Alter ausreichend abgesichert seien. Besonders Frauen sind aufgrund ihrer Lebensbiografien gezwungen, nach dem Erreichen des Rentenalters noch Geld zu verdienen.

Bei der Wahl des geschäftsführenden Vorstandes wurde Peter Schöbel bei 101 abgegebenen Stimmzetteln mit 99 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und einer ungültigen Stimme wiedergewählt. Stellvertreter sind Klaus zum Felde, (Unterbezirk Main-Taunus), Prof. Britta Arold (Unterbezirk Frankfurt) und Erika Fleuren (Unterbezirk Wiesbaden). Als Schriftführer wurde Heinz Steiger, der mit zu den Gründungsmitgliedern gehört, erneut wiedergewählt.