Carsten Sinß neuer Juso-Vorsitzender

Der 27-jährige Student der Betriebswirtschaftslehre und gelernte Industriekaufmann Carsten Sinß aus Oestrich-Winkel (Rheingau-Taunus-Kreis) ist Mitte Mai zum neuen Vorsitzenden der südhessischen Jusos gewählt worden. Er folgt Behnam Yazdani aus Mörfelden-Walldorf, der den südhessischen Juso-Verband seit 2008 anführte und nach drei Jahren nicht mehr zur Wahl antrat.

Bei der Wahl um das Amt des Juso-Bezirksvorsitzenden bewarb sich neben Carsten Sinß auch der langjährige Juso-Sprecher und Stadtverordnete aus Frankfurt, Mike Josef (28). Mit 53 zu 44 Stimmen setzte sich Carsten Sinß schließlich durch. In den neuen Juso-Vorstand wurden schließlich Mike Josef, Isabell Hillesheim (Usingen/Hochtaunus) und Jan-Eric Filipczak (Dreieich/Kreis Offenbach) als stellvertretende Vorsitzende, sowie Florian Kaiser aus Langenselbold (Main-Kinzig-Kreis) als Kassierer gewählt. Der 15-köpfige Vorstand wird komplettiert durch Aylin Cetinkaya (Main-Taunus-Kreis), Felix Diehl (Gießen), Torsten Friedrich (Darmstadt), Svenja Feth (Rheingau-Taunus), Melanie Haubrich (Gießen), Jasmina Herrmann (Darmstadt), Kristin Krause (Lahn-Dill-Kreis), Filippos Kourtoglou (Kreis Offenbach), Christian Matz (Main-Taunus-Kreis) und Jaouhara Zaouagui (Main-Kinzig-Kreis).

Inhaltlich legte die Juso-Konferenz ihr Augenmerk insbesondere auf die Themen erneuerbare Energien, Bürgerbeteiligung, Bildung und Ausbildung. Dabei verabschiedeten die Delegierten Leitanträge für eine zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien bestehende Kommune und legten ein Sofortprogramm zur sofortigen erneuerbaren Energiewende auf. Mit dem Beschluss zur Mitmachkommune machten die Jusos deutlich, dass Bürgerbeteiligung nicht nur ein Lippenbekenntnis zu Wahlkampfzeiten sein soll. Gleiches gilt für die immer noch bestehende Kluft zwischen Ausbildungssuchenden und freien Ausbildungsplätzen, bei deren Lösung man nicht alleine auf die Kraft der freien Märkte verlassen sollte. Mit der Forderung nach einem Master für alle ab dem Jahr 2015 stellten die Jusos auch direkt eine klare Forderung für eine mögliche SPD-geführte Landesregierung.

Aber auch die Kommunalwahl, bei der viele Jusos die Rathäuser und Kreistage erobert hätten, biete nun die Möglichkeit, konkrete Juso-Forderungen vor Ort umzusetzen. Wichtig sei laut Sinß, aus den verabschiedeten Anträgen nun auch konkrete Politik zu machen, um die Gemeinden, Städte und Landkreise mitzugestalten.

Mit dem Ergebnis der zweitätigen Bezirkskonferenz zeigt sich der frisch gewählte Juso-Chef zufrieden. „Wir konnten am vergangenen Wochenende zukunftsweisende Ideen verabschieden. Auch organisatorisch ist der Juso-Verband für die anstehenden Herausforderungen gut aufgestellt.“