Spenden für die Kommunalwahl

Spendenkarte des OV Weiterstadt
Spendenkarte des OV Darmstadt-Weiterstadt

In vielen Ortsvereinen kennt man es: Der Wahlkampf steht an und Parteimitglieder sowie Unterstützer werden gebeten, eine Spende zu entrichten, damit die Wahl zum Erfolg wird. Oftmals ist das Geld für Plakate und Aktionen knapp. Der SPD-Ortsverein Weiterstadt im Unterbezirk Darmstadt-Dieburg hatte sich deshalb für den letzten Kommunalwahlkampf etwas Neues einfallen lassen: die Spendenkarte.

Auf dieser Karte kann das jeweilige Mitglied per Kreuzchen auswählen, für welche Wahlkampfaktion es wie viel Geld spenden möchte. „Wir wollen unseren Mitgliedern zeigen, wofür wir ihre Spenden verwenden. Sie können so mitbestimmen“, erklärt Alexander Ludwig, Vorsitzender des Ortsvereins Darmstadt-Weiterstadt. Zur Auswahl standen: Aufstellung von Großflächenplakaten, ein klimaneutraler Wahlkampf oder Veranstaltungen. Selbstverständlich gab es auch die Möglichkeit, dem Ortsverein die Wahl zu überlassen, für was er die Spende einsetzten wollte.

Bei dieser Form der Spendenakquise wurde mit bedacht, dass sich die Wahlkampftechniken in den letzten Jahren gewandelt haben. So ist beispielsweise zu beobachten, dass Großflächenplakate eine bessere Wirkung auf die Wähler erzielen als kleine Plakatständer. Auch die Idee, erstmalig in Deutschland einen klimaneutralen Wahlkampf zu führen war kreativ und zeitgemäß. Hier war es dank der Spenden möglich, die CO2-Belastung gering zu halten. Die SPD ließ ihre Druckerzeugnisse klimaneutral drucken und setzte bei den Werbeartikeln statt auf Kulis, Luftballons und Gummibärchen auf Samen, Blumen und Baumsetzlinge. Und wie sich zeigte, zahlte sich die Aktion aus: „Nicht zuletzt durch die Spenden war es dann auch möglich, dass wir Großflächenplakatständer aufstellen konnten und einen Baum als Ausgleich für unsere CO2-Belastung finanzieren konnten“, freut sich Alexander Ludwig. Aus seiner Sicht war die Spendenkarte ein voller Erfolg. Und die von der SPD gepflanzte Hainbuche auf dem Grünstreifen zwischen Sudeten- und Darmstädter Straße wird noch viele Jahre an den nachhaltigen Wahlkampf des Weiterstädter Ortsvereins und die Politik der SPD erinnern.

An diesem Praxisbeispiel wird deutlich, dass sich innovative Ideen bei der Akquise von Wahlkampfspenden lohnen. Der entscheidende Anreiz ist die Möglichkeit für den Spender, selbst mitbestimmen zu können, bei welchen Aktionen die Wahlkampfspende helfen soll. Doch für kreative Genossen finden sich gewiss noch weitere Möglichkeiten, wie man Spendengelder für kommende Wahlen auf charmante und neuartige Weise einsammeln kann.