Jusos pfeiffe(r)n auf Angela Merkel

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„Offensichtlich haben es die CDU und Bundeskanzlerin Angela Merkel bitter nötig, ihr konservatives Profil zu schärfen nach den jüngsten Eingeständnissen politischer Fehlentscheidungen beim Thema Energiepolitik“, so der Vorsitzende der südhessischen Jusos, Carsten Sinß. Anders können sich die südhessischen Jusos die jüngsten Verlautbarungen von Bundeskanzlerin Merkel nicht erklären. Diese hatte in ihrer wöchentlichen Videobotschaft an die Bevölkerung das Thema Integration mit der Frage der Gewaltprävention verbunden. „Anstatt das Problem an der Wurzel zu packen, schert die Kanzlerin Ausländer über einen Kamm, stellt sie in die Gewalttäterecke und agiert mit Angstparolen. „Diese Law and Order-Manier hat aber bereits der Hessen-CDU um Roland Koch und Volker Bouffier 2008 das Genick gebrochen. Die Menschen in unserem Land sind hier zum Glück schon viel weiter und toleranter als die Christdemokraten“, so Sinß weiter.

Die Jusos fühlen sich zudem durch den Kriminologen Christian Pfeiffer bestätigt. Dieser hatte den Aussagen der Bundeskanzlerin ebenfalls widersprochen und klargestellt, dass es politisch falsch sei, die Gewaltprävention beim Thema Integration so stark in den Mittelpunkt zu rücken. Schließlich sei nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Migranten gewalttätig. Zudem sinke die Jugendkriminalität seit zehn Jahren besonders deutlich bei Migranten. „Deshalb pfeiffen wir auf Angela Merkels Aussagen“, so Sinß für die südhessischen Jusos abschließend.