Bürgernähe auf Rädern

In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger wieder bereit sind, für ihre Interessen auf die Strasse zu gehen und diese öffentlich zu vertreten. Gleichzeitig begegnen immer mehr Menschen der Politik mit großem Misstrauen und es werden Zweifel an der Demokratie geäußert. Die SPD beschäftigt sich auf vielen Ebenen damit, wie sie Misstrauen und Desinteresse der Bürger gegenüber der Politik entgegenwirken kann. Zentrale Punkte sind hier vor allem der Ausbau der direkten Demokratie und die Stärkung der Teilhabe vor Ort. Wie das konkret in der Praxis aussehen kann, zeigt das mobile Bürgerbüro der SPD Main-Kinzig. Der kleine Kult-Wohnwagen wird im Volksmund liebevoll „Knutschkugel“ genannt.

Der Unterbezirks-Geschäftsführer Oliver Habekost geht seit September mit der Knutschkugel einmal die Woche auf Tour durch den Main-Kinzig-Kreis und bietet interessierten Bürgern im Wohnwagen eine direkte Anlaufstelle für ihre Anliegen und Fragen. „Wir dürfen nicht warten, bis die Menschen auf uns zukommen, sondern müssen raus aus den Büros auf die Straße und auf die Menschen zugehen. Aber eben nicht nur im Wahlkampf“, erklärt er seine Motivation. Die Menschen erwarten in dem mobilen Bürgerbüro stets ein offenes Ohr und ein heißer Kaffee, was auch einmal bedeuten kann, dass man „den Prellbock“ spielen muss. Außerdem werden in der „Knutschkugel“ Ansprechpartner vermittelt und es ist geplant, eine themenspezifische Beratung anzubieten. Hat eine Bürgerin oder ein Bürger ein kommunales Anliegen, so wird eine kurze Gesprächsnotiz geschrieben und an den zuständigen Ortsverein weitergeleitet. Nach einer Woche wird dann beim Bürger rückgefragt, ob ihm bereits geholfen werden konnte. Das fassen diese sehr positiv auf.

Dass die SPD auch außerhalb des Wahlkampfes Präsenz zeigt, wird von den Bürgerinnen und Bürgern durchweg wertgeschätzt und auch die unbürokratische Hilfe stößt auf viel Zuspruch. Oliver Habekost hat es sich zum Ziel gesetzt, dass die Knutschkugel bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode in jedem noch so kleinen Ort des Kreises mindestens einmal Station gemacht hat, damit jeder einmal die Möglichkeit hat, das mobile Bürgerbüro zu nutzen. Der Unterbezirk setze so auf Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit und habe mit dem mobilen Bürgerbüro eine nette Möglichkeit geschaffen, den Menschen auch außerhalb des Wahlkampfes eine Plattform für ihre Interessen zu bieten.