ASF sagt Nein zur „Herdprämie“

Das Motto der Bezirkskonferenz der Arbeitsgemeinschaft
Sozialdemokratischer Frauen (ASF) im November lautete „Existenzsichernde und sozialversicherungspflichtige Arbeit, Vermeidung von Altersarmut“. Gemeinschaftlich mit Vertreterinnen des DGB-Hessen-Thüringen – der Arbeitsmarktexpertin Brigitte Baki und der Bezirksfrauensekretärin Ute Fritzel – wurde dieser Themenbereich ausführlich diskutiert. Die Abschaffung
von Minijobs wurde einstimmig gefordert, da diese u. a. zur Altersarmut von Frauen beitragen.

Weiter wurde mit großer Mehrheit beschlossen, Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen stärker beim Vorgehen gegen Burn-Out mit in die Verantwortung zu nehmen. Vermeidung von Burn-Out soll ein Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit werden. Mit großer Empörung hat die ASF-Bezirkskonferenz sich gegen die Grundsatzentscheidung der Bundesregierung für das Betreuungsgeld ausgesprochen. Die SPD-Frauen im Bezirk Hessen-Süd fordern einstimmig gute Betreuungs- und Bildungseinrichtungen statt der „Herdprämie“.

Neben der inhaltlichen Debatte wurde auch der Vorstand neu gewählt. Ulli Nissen wurde als Bezirksvorsitzende mit mehr als 98 Prozent der Stimmen bestätigt. Sie ist seit 2005 im Amt. Auch die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Doris Globig und Sanna Meinke wurden mit großen Mehrheiten wiedergewählt. Neu im Vorstand sind die beiden Schriftführerinnen Nadine Gersberg und Barbara Wagner.