Europäische Solidarität zum Anfassen – SPD-Schwesterparteien aus den Partnerstädten im Frankfurter Römer

Die Idee ist schon mehr als 10 Jahre alt, aber nun war der Zeitpunkt gekommen. Innerhalb von nur drei Wochen wurde federführend vom SPD-Unterbezirk Frankfurt mit Unterstützung des SPD-Bezirks Hessen-Süd eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die gerade in der heutigen Zeit als ein deutliches Signal für ein freiheitliches, gerechtes und solidarisches Europa wirken sollte.
Und das ist gelungen. Fast alle Partnerstädte Frankfurts waren der Einladung des Unterbezirksvorsitzenden Mike Josef gefolgt: Begrüßen durfte er zusammen mit Heiko Maas und Thorsten Schäfer-Gümbel die Vertreterinnen und Vertreter aus Birmingham, Lyon, Mailand, Krakau, Budapest, Eskisehir und Tel Aviv-Jaffa.
Heute ging es zunächst um eine gemeinsame Unterschrift unter das „Frankfurter Communiqué der sozialistischen Schwesterparteien Europas – Für eine neue kommunale Politik der Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in Europa“. Es wurde jedoch in sämtlichen Grußworten der Gäste bestätigt, dass dies der Beginn einer ständigen Konferenz der Kommunen sein sollte. Denn es gibt im Gegensatz zu der allgemeinen Wahrnehmung, dass Europa an den momentanen politischen Anforderungen auseinanderzubrechen droht, auf kommunaler Ebene ein deutliches „Ja“ zu Europa und ein ebenso deutliches „Nein“ zu Rechtsextremismus und Antisemitismus.
„Wir brauchen gerade jetzt mehr Europa“, das war die Botschaft von Heiko Maas an die Zuhörerinnen und Zuhörer. Und er forderte die „Comrades“ aus Birmingham direkt in englischer Sprache auf, sich dafür einzusetzen, dass Großbritannien nicht aus der Staatengemeinschaft austritt.
Thorsten Schäfer-Gümbel warnte davor, dass man nicht den Fehler machen sollte, aus der nationalen Sicht europäisch zu denken. Seinen Wunsch formulierte er direkt an die Gäste aus Ungarn: Mitzuhelfen, dass „die große Aufgabe des sozialen Zusammenhalts“ gelingt.
Diese gelungene Veranstaltung endete mit einem Foto der Anwesenden vor der Paulskirche. Jetzt gilt es, die Idee fortzuführen und die Atmosphäre aus dem Haus Silberberg nach Europa zu tragen. (KL)