Arbeitnehmer*innenrechte in Europa

Am 14. März haben die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitsnehmerfragen (AfA) Darmstadt, Darmstadt-Dieburg und AfA Bezirk Hessen-Süd, die SPD Betriebsgruppe Merck und der SPD Ortsverein Bessungen zu einer gemeinsamen Veranstaltung in die Bessunger Knabenschule eingeladen.

Andreas Trägler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen sowie stellvertretender Vorsitzender der AfA Hessen-Süd, begrüßte die Anwesenden und bedankte sich beim gastgebenden Ortsverein der SPD Bessungen. Dessen Vorsitzender – Claus Simon – freute sich über die rege Teilnahme und hieß ebenfalls alle Anwesenden herzlich Willkommen.

Dann ging es zur Sache. Iris Gürtler – Europabetriebsrätin bei Merck und Horst Raupp – Regionssekretär des DGB Südhessen, berichteten von den aktuellen Herausforderungen in ihrer täglichen Arbeit in Zusammenhang mit Europa. Mittendrin: die SPD Kandidatin zur Europa-Wahl in Darmstadt / Darmstadt Dieburg – Vivien Costanzo. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Vorsitzenden der SPD Betriebsgruppe Merck – Sebastian Cramer.

Es entwickelte sich eine spannende Diskussion zu den Arbeitnehmer*innenrechten in Europa. Wo stehen wir bei diesem Thema und wo wollen wir hin?  Diese Fragen wurden rege diskutiert.

Eins wurde im Laufe der Diskussion schnell klar: SPD und Gewerkschaften waren sich schon lange nicht mehr so nahe wie bei diesem großen Thema. Gemeinsam werben sie für ein soziales Europa. Mit dieser klaren Forderung nimmt die SPD die Kernforderungen des DGB und seinen Mitgliedsgewerkschaften auf und setzt sich aktiv für ihre Durchsetzung ein.

Klare Forderungen sind: Mehr Mitbestimmung auf europäischer Ebene, sowie klare und verbindliche Arbeitnehmer*innenrechte in allen Mitgliedsstaaten der europäischen Union. Der Mensch muss wieder im Mittelpunkt stehen und nicht die wirtschaftlichen Interessen der Großkonzerne.

Neben dem übergeordneten Thema wurde auch über die Reformvorstöße des französischen Präsidenten Macron diskutiert, sowie über das Erstarken der rechten Parteien in Europa.

Das Fazit: Europa muss wieder zum Gefühl werden. Wir brauchen mehr positive Emotionen, wenn es um Europa geht. Den Menschen muss klar sein, was alles verloren gehen kann und was es für ein Privileg ist, in einer freien Staatengemeinschaft wie Europa zu leben. Dafür müssen wir noch mehr mit den Menschen ins Gespräch kommen! Dies wird sowohl Aufgabe der Kandidatinnen und Kandidaten sein, aber auch die Aufgabe der Gewerkschaften.

Die gemeinsame Veranstaltung war ein guter Auftakt hierfür, fanden alle Beteiligten und freuen sich auf einen starken Europa-Wahlkampf bis zum 26. Mai 2019.