Während einer Pandemie kann man doch keinen Wahlkampf machen, oder?

Doch, sagt Kristina Luxen, Geschäftsführerin des SPD-Bezirks Hessen-Süd und Frankfurter Stadtverordnete. Sie hat mit ihrem Stadtverordnetenkollegen Abdenassar Gannoukh im Sommer 22 Open-Air-Sprechstunden in sechs verschiedenen Frankfurter Stadtteilen absolviert.

 

Vermutlich ist das klassische Veranstaltungsformat zu einem Thema vor Ort im Bürgerhaus je nach Anzahl der Corona-Infizierten aktuell keine gute Idee – der Sommer bot die Möglichkeiten, solche Veranstaltungen draußen abzuhalten. Die Stunde der Online-Formate schlägt hingegen in der kalten Jahreszeit. Der SPD-Bezirk Hessen-Süd unterstützt Euch hierbei in Frankfurt oder direkt vor Ort bei Euch: Nutzt unsere Fachleute und unseren Medienraum. Wir können Diskussionsrunden vor Ort aufnehmen und live übertragen oder einzelne Diskussionsteilnehmer*innen zuschalten, Zuschauer*innenfragen vorab oder während des Live-Chats entgegen nehmen. Zu guter Letzt kann auch jedes Live-Video als Podcast zur Verfügung gestellt werden (Kontakt: Medienraum.HS[at]spd.de).

Open-Air-Sprechstunden sind ein weiteres Format. Zuhören ist dabei wichtiger als alles andere. Kündigt gleich mehrere Sprechstunden mit einem Flyer an, der auch Eure Telefonnummer und E-Mail-Adresse enthält. So hat jeder die Möglichkeit, Euch direkt zu kontaktieren, wenn der Weg zum Wahlkampfstand zu weit oder zu mühsam ist. Ladet Euch ab und zu zusätzlich Promis ein, die konkret zu einem Thema befragt werden können. Am Infostand gibt es ein paar Dinge einzuhalten. Der SPD-Bezirk Hessen-Süd hat hierzu ein Faltblatt erstellt. Die SPD muss im Straßenbild sichtbar bleiben. Wechselt die Standorte im Quartier: redet mit Eltern auf Spielplätzen über Kita-Gebühren, ausreichende Versorgung mit Betreuungsplätzen oder hört Euch einfach ihre Sorgen an, die während der Pandemie groß sind. Nutzt ein Symbol, was Euch in der Kampagne begleitet, z.B. eine rote Bank oder die SPD-Sitz-Würfel, die es für wenig Geld im SPD-Shop gibt. Für die ländlichen Regionen kann ein Auto genutzt werden, welches mit dem Wahl-slogan beklebt und mit Material beladen ist. Bürger*innensprechstunden können auch über Jitsi angeboten werden, dieses Videowerkzeug ist im Roten Netz mit eingebunden.

Tür-zu-Tür-Wahlkampf ist ein wesentliches Element, um Kontakt herzustellen. Viele haben nach wie vor eine Scheu, TzT-Wahlkampf zu machen, aber auch hier sei gesagt: Corona ist keine weitere Ausrede. Auch hierzu hat der SPD-Bezirk Hessen-Süd eine Handreichung entwickelt, was beim TzT-Wahlkampf zu beachten ist. Wer sich an die Hygieneregeln hält, kann nach wie vor Haustürwahlkampf machen.

Facebook und Instagram können zur Weitergabe von Informationen an die Bürger*innen genutzt werden. Oder Ihr reaktiviert die Ortsvereinszeitung. Die Druckvorlage findet Ihr unter www.spd.de im Länderportal Hessen in „Mein Bereich“.

Die Erfahrung hat gezeigt: Kümmern um die Menschen in unseren Kommunen und Städten ist wichtiger denn je. Es wird zunehmend Hilfe benötigt, die Pandemie hat viele an ihre Grenzen gebracht. Viele sind auch einsam und kommen auf einen Plausch vorbei. Dies alles zahlt sich aus. Ihr werdet sehen!

 

Informationsmaterial:

Hausbesuche unter Corona – Eine Handreichung des SPD-Bezirks Hessen-Süd

Infostände trotz Corona – Empfehlung für Hygienekonzepte an Wahlkampfständen in Zeiten der Covid-19-Pandemie

 

Ihr habt noch mehr Ideen, wie Wahlkampf in Coronazeiten funktionieren kann? Sendet sie uns gerne zu, wir stellen sie für alle anderen Ortsvereine gut einsehbar auf unsere Website.
Bitte an Christiane Gregor, Tel. 069-299888-120, Christiane.Gregor[at]spd.de