Kaweh Mansoori zu neuen Information bezüglich des Terroranschlags in Hanau

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Knapp ein Jahr nach dem Terroranschlag von Hanau, bei dem ein Mann aus rassistischen Motiven neun Menschen ermordet hat, kommen neue Fakten zum Tathergang ans Licht. Kaweh Mansoori, Vorsitzender des SPD-Bezirks Hessen-Süd und stellvertretender Landesvorsitzender der hessischen SPD fordert mehr Transparenz:

„Am 19. Februar jährt sich der rassistische Terroranschlag zum ersten Mal. Langsam kommen immer mehr Informationen zum Tathergang ans Licht. Der Hessische Rundfunk, das ARD-Magazin „Monitor“ und der Spiegel haben nun herausgefunden, dass der polizeiliche Notruf an diesem Abend in Hanau überlastet war. Etliche Anrufe konnten nicht entgegengenommen werden, darunter unter anderem einer des späteren Opfers Vili-Viorel Paun. Ich bin schockiert, dass solche Informationen erst jetzt zutage treten. Die Familien der Opfer und die Öffentlichkeit haben ein Recht darauf, zu erfahren, was genau in Hanau am 19. Februar 2020 geschehen ist. Die neusten Erkenntnisse belasten das Vertrauen in den Rechtsstaat noch weiter. Lückenlose und transparente Aufklärung sind zwingend erforderlich! Der Anschlag in Hanau hätte durch weitere Polizistinnen und Polizisten am Notruf sicher nicht vollständig verhindert werden können, vielleicht wäre es aber möglich gewesen den Attentäter früher zu stoppen. Daher geht es jetzt auch um die fatale Sparpolitik bei der Hessischen Polizei und bei den Sicherheitsbehörden und die Folgen für diesen grausamen Abend.“