Jahrestag vom Anschlag in Hanau

Pressemitteilung der AG Migration und Vielfalt Hessen-Süd

 

Am 19.02.2021 jähren sich die rassistischen Morde an Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili-Viorel Păun, Said Nesar Hashemi und Fatih Saraçoğlu.

„Die Opfer waren keine Fremden. Vier der Getöteten waren deutsche Staatsbürger, die Mehrheit von ihnen ist hier geboren und aufgewachsen, sie alle haben hier gelebt und gearbeitet. Es war kein fremdenfeindlicher Anschlag, sondern ein terroristischer Anschlag,“ so Tuna Firat, Vorsitzender der AG Migration und Vielfalt des SPD-Bezirks Hessen-Süd.

Die Gewaltakte von Hanau sind in mehrfacher Hinsicht Angriffe auf die Menschlichkeit, auf die Freiheit und auf die offene und pluralistische Gesellschaft Deutschlands, in der auch viele Migranten ihren Platz gefunden haben. Terroristen wollen ein Gefühl der Unsicherheit und Angst verbreiten, deshalb sollten wir uns gemeinsam mit einer starken Haltung dagegenstellen.

Fast jedes Mal, wenn man mit Betroffenen rassistischer Gewalt spricht, ist man schockiert darüber, was sie über die Vorgehensweise unserer Behörden erzählen. „Ich frage mich, warum wir immer wieder geschockt und betroffen sind, wenn wir über rassistische Chatgruppen, rechte Schattenarmeen, NSU und NSU 2.0, Drohungen die über Polizeistationen verschickt wurden,“ so Halima Gutale, Vorsitzende der AG Migration und Vielfalt des SPD-Bezirks Hessen-Süd. „Ganz einfach, weil wir immer noch Hoffnung haben. Rassismus existiert in unserem Land und Medien tragen besondere Verantwortung die sie noch nicht Gerecht geworden sind.“

Bild: Peter Jülich