Kaweh Mansoori kritisiert CDU: „Angesichts des Zeitpunkts eine moralische Bankrotterklärung“

Bild: Peter Jülich

Anlässlich der Einlassung führender CDU-Politiker, die Ereignisse aus dem Jahr 2015 dürften sich „nicht wiederholen“, erklärt Kaweh Mansoori, südhessischer SPD-Bezirksvorsitzender, stellv. Landesvorsitzender der SPD Hessen und Bundestagskandidat im Wahlkreis Frankfurt am Main 183:

„Der Satz 2015, dürfe sich nicht wiederholen ist angesichts des Zeitpunkts eine moralische Bankrotterklärung der gesamten Union einschließlich ihres Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten. Die Lage am Flughafen in Kabul ist derart dramatisch, dass Menschen bei waghalsigen Fluchtversuchen sterben. Ich bin dankbar, dass die Einsatzkräfte der Bundeswehr unter größten Risiken vor Ort versuchen, Menschenleben zu retten. Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um aus Angst vor rechten Parteien zu taktieren. Jetzt zählt Menschlichkeit. Es braucht jetzt eine funktionierende Luftbrücke, und unbürokratische und schnelle Wege für bedrohte Menschen raus aus Afghanistan. Diejenigen, die Konsequenzen aus den Ereignissen von 2015 ziehen möchten, sollten im Übrigen jetzt schnell beim Aufbau von Planungsstäben helfen, welche die Registrierung, Unterbringung und Versorgung der Menschen in Europa vorbereiten. Andernfalls ist 2015 nur eine Umschreibung dafür, die Augen vor der Not zu verschließen.“