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Landwirtschaft im EU Green Deal: Schaden für Klima und weltweites Naturkapital

Details

Datum:
2. März
Zeit:
19:00 bis 20:30
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Mitte des Jahres 2020 veröffentlichte die Europäische Kommission die lang erwartete „Farm to Fork“-Strategie. Diese Strategie ist Teil des Europäischen „Green Deals“- dem umweltpolitisch ambitioniertesten Gesetzesvorschlag der  EU-Kommission. Sie zielt darauf ab, das europäische Lebensmittelsystem in verschiedenen Dimensionen nachhaltiger zu gestalten und seine Auswirkungen auf Drittländer zu verringern.

Aber haben die Verantwortlichen in Brüssel auch die Folgen dieser Beschlüsse bedacht?

Geringere landwirtschaftliche Produktivität, höhere Lebensmittelpreise für Verbraucher und eine steigende Abhängigkeit von Importen – entsprechende Studien der niederländischen Universität Wageningen zu den Folgen der Farm to Fork-Strategie kommen zu einem ebenso ernüchternden Ergebnis wie ähnlich gelagerte Studien etwa der Universität Kiel oder des Joint Research Centers (JRC) der EU-Kommission und zuvor schon des US-Agrarministeriums USDA.

Eine genaue Folgenabschätzung seitens der EU-Kommission ist noch nicht erfolgt. Wohin führt das?

Darüber möchten wir –der Arbeitskreis Landwirtschaft und ländlicher Raum der SPD Hessen Süd- uns am Mittwoch, den 02. März 2022 ab 19.00 Uhr online mit Ihnen unterhalten und haben als Referenten den profilierten Prof. Dr. Harald von Witzke (Berlin) gewinnen können.

Nach einem Impulsreferat  können angemeldete Interessierte mit uns und Herrn v. Witzke im Chat bzw. durch Zuschaltung Fragen stellen und in eine spannende Diskussion einsteigen

Der Referent Prof. Dr. v. Witzke stellt nüchtern fest:

Die EU hat mit dem Green Deal einen ambitionierten Plan zum Schutz des Klimas aufgestellt. Allerdings würden dessen für die Landwirtschaft vorgesehenen Maßnahmen genau das Gegenteil von dem bewirken, was die EU vorgibt, damit zu erreichen zu wollen. Sowohl das Klima als auch das weltweite Naturkapital würden erheblichen Schaden nehmen. Allein die Klimakosten für die Gesellschaft insgesamt lägen in Deutschland bei mehr als € 18.000 je ha, der in die Ökoproduktion überführt wird. Der zentrale Grund hierfür ist der ausschließliche Fokus auf die Binnenwirkungen, der die internationalen Interaktionen nationaler Politikentscheidungen ignoriert – incl. eines Effekts, der als indirekte Landnutzugsänderung bekannt ist.

Moderiert wird die Veranstaltung von Kristina Luxen, der Geschäftsführerin des SPD-Bezirk Hessen-Süd, sowie Joachim Diesner, Sprecher des AK Landwirtschaft und ländlicher Raum.

Anmeldungen bitte bis zum 28. Februar über das unten angehängte Formular. Sie erhalten dann rechtzeitig einen Zugangslink. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und ist später auf dem Youtube-Kanal des SPD-Bezirk Hessen Süd abrufbar.